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 Kastner, Jörg: Engelsfluch

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Ramones
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BeitragThema: Kastner, Jörg: Engelsfluch   So Jul 15, 2012 8:59 am

Taschenbuch: 512 Seiten
Verlag: Knaur TB (1. Januar 2005)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 342662785X
ISBN-13: 978-3426627853

Klappentext:
Zitat :
Wer den Schlaf der Engel stört, beschwört das Verderben.

In Rom und Umgebung werden auf grausame Weise Priester getötet. Zum ersten Mal seit Jahrhunderten spaltet sich die katholische Kirche. Und eine Prophezeiung droht sich zu erfüllen, die zurückgeht auf die Erben der Etrusker... Übersinnliche Gaben und alte Weissagungen, die auf Wesen hindeuten, die wir Engel nennen, sind die verborgenen Triebfedern dieses Thrillers über kirchenpolitische Machtkämpfe und brutale Verbrechen.
Quelle: Buchrücken

Nach Bekanntgabe der Wahrheit über die Wahre Ähnlichkeit Christi hat sich die katholische Kirche gespalten. Auf der einen Seite kämpft Papst Custos, auf der anderen der Gegenpapst Lucius. Als mehrere Priestermorde geschehen, steht der Vatikan vor einem Rätsel. Handelt es sich um Ritualmorde oder hat es mit der Kirchenspaltung zu tun? Der Journalist und ehemalige Schweizergardist Alexander Rosin wird vom Papst höchstpersönlich gebeten, gemeinsam mit Commissario Stelvio Donati, die Morde zu untersuchen und aufzuklären. Währenddessen begibt sich Elena Vida, Vatikanistin und Alexanders Freundin, in die Toskana um den Heimatort des Gegenpapstes zu besuchen. In ihrem Hotel lernt sie Enrico kennen, der auf der Suche nach seinem Vater ist, was ihn ebenfalls in das kleine Bergdorf Borgo San Pietro verschlägt. Die Dorfbewohner verhalten sich den Besuchern gegenüber feindselig, denn sie verbergen ein Geheimnis, das mit dem sagenumwobenen Volk der Etrusker zu tun hat. Gehört Enrico, der eine übersinnliche Gabe besitzt, zu ihren Nachfahren? Eine Erklärung kann ihm nur sein Vater bieten. Alexander stößt bei seinen Nachforschungen auf eine Spur, die mit den Etruskern zu tun hat. Droht sich etwa eine alte Prophezeiung zu erfüllen, in der es heißt, nur vereint könne sich die Kirche dem Bösen stellen, das ihnen bevorsteht?

Der zweite Band "Engelsfluch" knüpft nahtlos an seinen Vorgängerband an. Trotzdem fasst Jörg Kastner die Geschehnisse aus "Engelspapst" zusammen, was ich ganz gut fand. So kann man die Bücher auch unabhängig voneinander lesen, es steigert aber auch die Neugier, weshalb man die Romane dann doch lieber in der richtigen Reihenfolge lesen sollte.

Alexander hat seine Zeit als Schweizergardist mittlerweile hinter sich gelassen und arbeitet nun als Journalist. Im Mittelpunkt steht die Kirchenspaltung. Alexander ist fest davon überzeugt, dass der Orden Totus Tuus dahinter steckt und ebenso für die Priestermorde verantwortlich ist, es fehlen ihm nur die Beweise. Elena spielt dieses Mal eher eine Nebenrolle, dafür rückt Enrico in den Vordergrund. Er ist auf der Suche nach seinen Wurzeln, einziger Anhaltspunkt ist das kleine Bergdorf aus dem seine Mutter stammt und die ihm ein Tagebuch hinterlassen hat. Darin berichtet ein Vorfahre seines Stiefvaters von seiner Italienreise, bei der er eine Kultstätte der Etrusker ausfindig machen sollte. Dem Leser werden die Berichte der Reise natürlich nicht vorenthalten. "Engelsfluch" gleicht demnach seinem Vorgänger, in dem ebenfalls auf der Basis eines Tagebuchs die Wahrheit ans Licht gebracht wird.

Wie ich schon beim ersten Band bemängelt habe, konnte ich auch dieses Mal keine Sympathie für Alexander oder Elena aufbringen. Beide kämpfen zwar für das Gute, doch wirken sie auf mich etwas arrogant und stellenweise konnte ich ihr Verhalten in manchen Situationen nicht nachvollziehen. Enricos Charakter dagegen hat mir gut gefallen.

Jörg Kastners Schreibstil liest sich nach wie vor leicht von der Hand. Sein Nachwort ist interessant und auch die Geschichte selbst hat mir besser gefallen als in "Engelspapst", weil hier alles viel glaubhafter dargestellt wird. Leider ging aber streckenweise die Spannung verloren und viele Ereignisse sind vorhersehbar, weshalb "Engelsfluch" von mir die gleiche Bewertung erhält wie der erste Band der Reihe. Ich bin jedenfalls gespannt, wie es mit der Kirchenspaltung weiter geht und ob der Autor die Stärken der ersten beiden Bücher im dritten vereinen kann.

3,5 Sterne



Ein Raum ohne Bücher, ist ein Körper ohne Seele.
(Cicero)
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