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 Schweikert, Ulrike: Die Hexe und die Heilige

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Ramones
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BeitragThema: Schweikert, Ulrike: Die Hexe und die Heilige   Do Apr 15, 2010 6:28 pm

Klappentext
Zitat :
Deutschland am Vorabend des 30-jährigen Krieges: Als die Zwillinge Sibylla und Helena im Alter von fünf Jahren den Tod des Vaters vorhersehen, werden die Schwestern, die nur Unglück zu bringen scheinen, getrennt. Währenddie tugendhafte Helena in einem Kloster aufwächst, wird ihre eigenwillige Schwester Sibylla zur Hebamme ausgebildet. Als Vertraute des Vogts lernt sie die dunklen Geheimnisse der Mächtigen kennen. Doch dieses Wissen ist gefährlich, und bald rüsten die Häscher der Inquisition zur Hexenjagd ...

Eigene Meinung
Das Buch ist eigentlich ganz gut, allerdings war es für mich kein historischer Roman wie sonst... Mir war eher danach, als würde ich in einem Geschichtsbuch lesen. So geht es immer um das Schicksal der Hauptfiguren, das aber bei diesem Roman teilweise in den Hintergrund rückt. Dafür stellt Ulrike Schweikert ziemlich klar dar, wie geld- und machtgierig die Männer (seien es kirchliche oder staatliche Männer), die die Frauen als Hexen verurteilten, damals waren. Die Hinterbliebenen der "Hexen" mussten dafür sogar noch bezahlen, dass ihre Liebsten hingerichtet wurden und die meisten kamen dadurch um ihr ganzes Hab und Gut. Ganz abgesehen von den ganzen Waisenkindern, von denen man gar nicht mehr wusste, wo man sie unter bringen soll, denn wer will schon das Kind einer Hexe aufnehmen. Das kommt einem auf den ersten Blick alles ziemlich krass vor, aber es war die Realität. Ulrike Schweikert erläutert das sehr genau im Anhang, welche Sachen sie für das Buch erfunden hat und welche wahr sind. Die Zwillinge sind z. B. erfunden, aber ansonsten gab es nahezu fast alle Personen, die im Roman vorkamen. Außerdem führt sie auf zweieinhalb Seiten ihre ganzen Quellenangaben auf.
Die Geschichte um Sibylla ist auch ganz schön erzählt und interessant, z. B. wie Hebammen damals ihr Handwerk durchführten. Von ihrer Schwester Helena erfährt man eigentlich gar nicht viel. Nur zwischendurch mal kurz, was sie im Kloster so macht und fertig, das fand ich schade. Zum Schluss taucht sie auf und man hofft das Beste für die beiden wieder vereinten Schwestern. Die Hoffnung währt aber nicht lange... Der Schluss kommt sehr überraschend und bleibt ziemlich offen^^
Im Großen und Ganzen ist das Buch lesenswert, denn ohne Umschweife und verschönernde Worte beschreibt die Autorin das Leben zur Zeit der Hexenverfolgung und das aus Sicht betroffener Menschen und den Leuten, die durch sie reich wurden. Beeindruckend ist zusätzlich, dass das meiste der Realität entsprach.

4 Sterne



Ein Raum ohne Bücher, ist ein Körper ohne Seele.
(Cicero)
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Schweikert, Ulrike: Die Hexe und die Heilige
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