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 Pötzsch, Oliver: Die Ludwig-Verschwörung

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Ramones
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BeitragThema: Pötzsch, Oliver: Die Ludwig-Verschwörung   Di Aug 24, 2010 6:33 pm

Zitat :
Steven Lukas, ein Antiquar aus München, findet in seinen Regalen ein ihm unbekanntes altes Buch. Schon bald merkt er, dass es sich dabei um das Tagebuch eines engen Vertrauten von Ludwig II. handelt, den Assistenten des königlichen Leibarztes Max Schleiß von Loewenfeld. Das über hundert Jahre alte Buch ist in einer geheimen Kurzschrift verfasst, die Lukas nur Stück für Stück entziffern kann. Der ungeheuerliche Fund könnte die wahren Umstände des Todes von Ludwig II. verraten! Doch offenbar haben verschiedene Parteien ein Interesse daran, die Veröffentlichung des Tagebuchs zu verhindern. Und ein Fanatiker geht dabei über Leichen. Gemeinsam mit der Kunstdetektivin Sara Lengfeld gelingt es Lukas, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen eine Rätselreise, die die beiden zu sämtlichen Schlössern des Märchenkönigs führt.


Quelle: Weltbild

Voraussichtliches Erscheinungsdatum: 1. März 2011



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BeitragThema: Re: Pötzsch, Oliver: Die Ludwig-Verschwörung   Do Feb 17, 2011 7:17 pm

Wollte mir das Buch vorgestern vorbestellen und musste feststellen, dass es bereits lieferbar ist. Erscheinungsdatum wurde anscheinend auf den 16. Februar verlegt^^ Jetzt freu ich mich umso mehr, das Buch schon eher in den Händen halten zu können Very Happy



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BeitragThema: Re: Pötzsch, Oliver: Die Ludwig-Verschwörung   Do Feb 24, 2011 7:58 pm

Steven Lukas' ganzer Stolz ist sein Antiquariat, aber das Geschäft läuft mehr schlecht als recht. Doch dann entdeckt er ein ihm unbekanntes Buch in seinen Regalen. Es ist in blauen Samt eingeschlagen mit einem weißen Schwan auf dem Buchdeckel. Beim Öffnen überkommt ihn ein merkwürdiges Gefühl, das ihm im Laufe des Romans immer wieder passiert, wenn er aufschlägt. Zuerst hält er es für einen Scherz. Das gesamte Büchlein ist in einer Geheimschrift verfasst, nur der Titel ist lesbar: "Memorabilien des Theodor Marot, Assistent von Dr. Max Schleiß von Loewenfeld". Auf den beiliegenden Fotografien ist unverkennbar der Märchenkönig Ludwig II. abgebildet. Kann es wirklich dabei wirklich um über hundert Jahre alte Dokumente handeln, die vielleicht über den rätselhaften Tod Ludwig's Aufschluss geben? Doch bevor Steven näher darauf eingehen kann, wird er von unheimlichen Gestalten verfolgt, die ihm nach dem Leben trachten.
Glücklicherweise lernt er die Kunstdetektivin Sara Lengfeld kennen. Gemeinsam versuchen sie das Tagebuch des Theodor Marot zu übersetzen und begeben sich auf die Spuren Ludwigs II. Nachdem die beiden in Schloss Linderhof fast von ihren Häschern geschnappt wurden, erhalten sie auf Herrenchiemsee und Neuschwanstein Hilfe des Ludwig-Fanatikers Zöller. Doch die Verfolger sind stets auf ihren Spuren, zum einen handelt es sich dabei um die sogenannten Guglmänner, doch auch andere wollen das Buch in ihren Besitz bringen und gehen dafür über Leichen...

Für mich war dieses Buch ein wahrer Lesegenuss! Bevor Oliver Pötzsch mit seiner spannenden Erzählung beginnt, erklärt er kurz die offizielle Version von Ludwigs Tod, doch es gibt dabei Ungereimtheiten und ziemlich viele Vermutungen darüber, wie es sich wirklich zugetragen haben könnte. In seinem Roman mischt Pötzsch die überliefertern Details mit seiner Fanatsie und heraus kommt ein spannender und interessanter historischer Mysterie-Thriller, weshalb sich das Buch schwer einem bestimmten Genre zuordnen lässt.

Wie schon in seinen Henkerstochter-Romanen bin ich auch hier total begeistert von seinem Schreibstil! Er trifft wirklich immer genau die richtige Dosis an Detaillierungen. Nie wirkt es etwas überladen oder wird dadurch langweilig. Klar, hab ich allen Schlössern vom "Kini" schon einen oder mehrere Besuche abgestattet, wodurch ich mir alles noch viel besser vorstellen und nachvollziehen konnte. Ich hab mich richtig schwer getan, das Buch aus der Hand zu legen, man fliegt förmlich über die Seiten und wird regelrecht in die Geschichte hineingesogen.

Ich finde die Darstellung Pötzsch's vom Märchenkönig sehr toll! Hier wird Ludwig nicht als der verrückt und irrsinnig gewordene König dargestellt, wie so oft, sondern einfach als ein Mann, der seine Träume leben und der Wirklichkeit mit Krieg, Hass und Elend entfliehen wollte. Es wird sehr öft erwähnt, dass Ludwig einfach nicht in die Zeit, in der lebte, passte. Naja, ein paar genetische Defekte wird er wohl schon gehabt haben, weil die königlichen Familien ziemlich Inzest betrieben haben, aber irgendwie glaube ich schon, dass an Pötzsch's Beschreibungen ein Fünkchen Wahrheit ist... Zumindest kam alles sehr realitisch und nachvollziehbar rüber - außer der Schluss. An dieser Stelle muss ich echt sagen, dass ich etwas enttäuscht war! Zum einen wird dem Leser im letzten Viertel vor der Auflösung recht schnell klar, was das Geheimnis in Marots Tagebuch ist. Und die Szenen auf Falkenstein mit der total unglaubwürdigen Explosion, waren von Action so überladen und wirkten einfach nur aus den Fingern gesogen und übertrieben. Hier hatte ich das Gefühl, dass der Autor vom Verlag unter Druck gesetzt wurde und den Schluss einfach nur noch hingeklatscht hat ohne viel nachzudenken. Das fand ich wirklich sehr, sehr schade!

In seinem Nachwort erklärt Oliver Pötzsch was in seiner Erzählung der Wahrheit und was Fiktion entspricht, doch auch hier fehlte mir ein bisschen die Leidenschaft. Gut wiederrum fand ich Pötzsch's Literaturquellen, die er anschließend noch angibt. Vielleicht werd ich mir davon ja mal ein Buch zulegen Wink

Für mich war es ein sehr spannender und interessanter Roman über den bayerischen Märchenkönig Ludwig II., der dem Leser großes Vergnügen bereitet, doch wegen dem übertriebenen Schluss und der fehlenden Leidenschaft am Ende, gibts (leider) nur

4 Sterne

Trotzdem werde ich das Buch bestimmt mal wieder gerne zur Hand nehmen. Außerdem hoffe ich, heuer mit meinem Freund eine Tour zu den Schlössern Ludwigs Linderhof, Herrenchiemsee, Neuschwanstein, Hohenschwangau (wo er hauptsächlich seine Kindheit verbrachte), an den Starnberger See und vielleicht noch zum Königshaus am Schachen zu machen, die wir eigentlich schon für letztes Jahr geplant hatten. Vielleicht wage ich mich dann auch mal über die Marienbrücke über der Pöllatschlucht^^ Auf alle Fälle werden ich nach diesem Roman alles um Ludwig mit anderen Augen sehen.



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Charlie
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BeitragThema: Re: Pötzsch, Oliver: Die Ludwig-Verschwörung   Sa Feb 26, 2011 8:15 am

Meine Meinung:

Das Cover zeigt das Schloss Neuschwanstein in Bayern. Der Titel ist in rot und schwarz geschrieben. Dieser Thriller spielt in der Gegenwart und im 19. Jahrhundert in Deutschland.

Der Antiquar Steven Lukas lebt mehr schlecht als Recht von seinem Geschäft. Als ein älterer Herr sich nach verschiedenen wertvollen Büchern erkundig, sieht Steven seine Miete gesichert.
Leider ist der Mann schneller verschwunden als es Steven lieb ist, und er findet in einem Bücherregal ein verwittertes Holzkästchen mit einem alten Tagebuch drin. Das Tagebuch ist in einer Geheimschrift geschrieben und verändert sein Leben. Er wird von Unbekannten verfolgt und bekommt es mit der Angst zu tun. Im Keller seines Antiquariats wird eine Leiche gefunden. Die Polizei verdächtigt Steven des Mordes. Steven taucht unter und versucht so schnell wie möglich das Tagebuch zu entschlüsseln. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Es handelt sind um Aufzeichnungen eines Vertrauten Ludwigs II. der die letzten Tage des Königs aufzeichnete.

Mit diesem vierten Buch ist dem Autor wirklich ein Meisterstück gelungen. Die Geschichte ist sehr flüssig geschrieben und die Spannung steigert sich von Seite zu Seite. Der Leser erfährt auch einiges über das Leben, von Ludwig II. Das Kopfkino ist bei mir sofort angesprungen. Steven habe ich von Anfang an ins Herz geschlossen. Die Figuren sind sehr gut beschrieben. Lesegenuss pur. Dieses Werk kann ich mit gutem Gewissen empfehlen.


Ich gebe: fünf Sterne.

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